„Geteilte Heimat“
50 Jahre Migration aus der Türkei
“Paylaşılan Yurt“
04. bis 30. November 2011, Köln
Rathaus zu Köln, Spanischer Bau
Das deutsch-türkische Anwerbeabkommen wurde am 30. Oktober 1961 geschlossen und trat rückwirkend zum 1. September in Kraft. Am 24. September 1961 erreichte die erste offizielle Gruppe von „Gastarbeitern“ Nordrhein-Westfalen. Der Autohersteller Ford hatte sie für sein Kölner Werk angeworben.
In der Ausstellung „Geteilte Heimat – Paylaşılan Yurt“ werden in sieben Stationen anhand von Dokumenten, Fotos und Gegenständen, die größtenteils aus Privatbesitz stammen, bedeutende Etappen aus einem halben Jahrhundert deutsch-türkischer Geschichte gezeigt: Anwerbung, Untersuchung und Reise nach Deutschland, Arbeitsalltag und die ersten Jahre im Wohnheim, die ersten Pläne zum Bleiben, der Kontakt zur alten Heimat, der Lebensalltag der Zweiten und Dritten Generation, die Situation ethnischer wie religiöser Minderheiten und politischer Flüchtlinge aus der Türkei und schließlich die jüngste Vergangenheit und Gegenwart.
Großformatige 3-Generationen-Porträts des Kölner Fotografen Guenay Ulutuncok zeigen Großeltern, Eltern und Kinder, die bereits in der dritten Generation in Deutschland leben und arbeiten, darunter viele in Köln!
Ebenfalls Teil der Ausstellung sind eine Bildstrecke privater Fotos, Zitate, Audiostationen und ein „deutsch-türkischer Stammtisch“, der den Besuchern Raum für Austausch geben soll.

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